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Neue Schockzahlen: Islamistischer Judenhass in Deutschland explodiert

Neue Schockzahlen: Islamistischer Judenhass in Deutschland explodiert
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Berlin – Noch nie wurden in Deutschland so viele antisemitische Straftaten mit islamistischem Hintergrund registriert. 2025 zählten die Behörden 670 Fälle – rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Taten reichen von Hassparolen und Bedrohungen bis zu schweren Gewaltverbrechen. Das geht aus einer Sonderauswertung der Bundesregierung hervor, die für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor (48) erstellt wurde.

Besonders deutlich wird der Anstieg seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Allein zwischen dem Angriff und dem Jahresende 2023 registrierten die Behörden 331 antisemitische Straftaten aus dem islamistischen Umfeld. Das waren zehnmal so viele wie in den neun Monaten zuvor, wie die „Welt am Sonntag“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) berichtet. 2022 hatten die Behörden lediglich 16 Fälle erfasst.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die 670 Straftaten aus dem Jahr 2025 genauer aufgeschlüsselt. Fast die Hälfte der Täter zeigte Kennzeichen verbotener Organisationen. Dazu gehören unter anderem die Hisbollah und der sogenannte Islamische Staat. Hinzu kamen antisemitische Schmierereien, Beleidigungen und Bedrohungen. Die Statistik erfasst auch schwerste Gewalttaten bis hin zu versuchten Tötungsdelikten.

Josef Schuster (72), Präsident des Zentralrats der Juden, sieht in der „Welt am Sonntag“ eine anhaltend dramatische Sicherheitslage für Juden in Deutschland. „Der islamistisch geprägte Judenhass entlädt sich heute ganz offen auf Straßen, an Hochschulen und im Netz.“ Hessens Innenminister Roman Poseck (56, CDU) ist besorgt: „Seit dem 7. Oktober 2023 ist der Antisemitismus zu einem zentralen Mobilisierungsthema der Islamisten geworden.“

Die BKA-Zahlen zeigen außerdem, wie stark der Nahost-Konflikt die antisemitische Kriminalität beeinflusst. Fast jede zweite antisemitische Straftat stand 2025 in diesem Zusammenhang. Den größten Anteil der antisemitischen Straftaten ordnen die Behörden allerdings weiterhin dem Rechtsextremismus zu.

Bundesregierung setzt auf neue Islam-Experten

Auch die Bundesregierung hat auf die Entwicklung reagiert. Im Dezember 2025 tauschte das Bundesinnenministerium seine bisherigen Islam-Berater aus und setzte einen neuen Expertenkreis ein. Damit schlug die Regierung im Umgang mit Islamismus einen neuen Kurs ein.

Christoph de Vries (51, CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium und hauptverantwortlich für das Thema, betont den Anspruch der Regierung: „Wir müssen Antisemitismus überall und in jeder Form konsequent bekämpfen.“ Zum Expertenkreis gehört unter anderem der Psychologe Ahmad Mansour, der seit Jahren den politischen Islam kritisiert.

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