Washington – Verwirrung beim wohl ernstesten Thema im Iran-Krieg von US-Präsident Donald Trump (80): der amerikanischen Opferbilanz! Das Pentagon veröffentlicht auf seiner Website die Zahl der getöteten und verwundeten US-Soldaten. Doch die widersprüchliche Zählweise sorgt für heftige Kritik. Zeitweise schien das Motto zu lauten: Tote runter – Verwundete rauf! Für besonders großes Kopfschütteln sorgte, dass die Zahl der Kriegstoten plötzlich von 18 auf 14 gesenkt wurde. Wenige Tage später kamen bei den Verwundeten dagegen mehr als 200 hinzu.
Zwei Statistiken für einen Militärkonflikt?
Das Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth (46) verwies angesichts erster Manipulationsvorwürfe plötzlich auf zwei getrennte Statistiken:
- Für die Militäroperation „Epic Fury“ werden Opfer von Kriegsbeginn (28. Februar) bis zum ersten Waffenstillstand Ende April erfasst.
- Unter „Overseas Operations“ zählt das Pentagon nun Tote und Verletzte seit dem Zusammenbruch der Waffenruhe am 7. Juli.
Die vier jüngsten Gefallenen wurden offenbar dem „neuen Krieg“ zugeordnet: Drei starben in Jordanien, einer im Irak. Trump nahm persönlich an der Rückführung ihrer Särge teil. Kritiker laufen Sturm! Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie (55) sprach von einer „absurden List“, den Irankonflikt praktisch in zwei getrennte Kriege aufzuteilen.
Mehr als 200 Verwundete in kurzer Zeit
Inzwischen steht die Gesamtzahl der Gefallenen wieder offiziell bei 18. Und bei den Verwundeten gab es einen auffälligen Sprung: Plötzlich meldete das Pentagon 624 Verletzte – ein Anstieg um rund ein Drittel innerhalb kurzer Zeit. Kritik gab es auch schon früher: Einige Soldaten mit schweren Hirnverletzungen waren offiziell nur als „leicht verletzt“ eingestuft worden. Angehörige reagierten empört.
Das Pentagon verweist auf „technische Fehler“. Sprecher Joel Valdez (27) erklärte die Abweichungen mit „vorübergehenden Datenstörungen“. Doch die Kritik hält an. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul (67) warnte, die Trump-Regierung dürfe die menschlichen Kosten des Krieges nicht aus politischen Gründen „umschreiben“.
Eine unabhängige Kontrolle der Pentagon-Angaben ist inzwischen schwieriger geworden. Hegseth hat strengere Regeln für die Pressearbeit angeordnet. Und die nun 60 zugelassenen Reporter (früher hundert) dürfen sich im Pentagon zudem nur noch in Begleitung einer Militäreskorte bewegen.