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Asyl: Iranische Fußballerinnen in Australien eingebürgert

Asyl: Iranische Fußballerinnen in Australien eingebürgert
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Brisbane (Australien) – Ihre Heimat mussten sie hinter sich lassen, nun haben sie eine neue gefunden. Die iranischen Fußballerinnen Fatemeh Pasandideh (22) und Atefeh Ramezanisadeh (34), die während des Asien-Cups Asyl in Australien beantragt hatten, sind eingebürgert worden. Das berichten australische Medien. Demnach bekamen sie bei einer feierlichen Zeremonie mit Innenminister Tony Burke (56) in Brisbane am Mittwoch ihre neuen Dokumente überreicht.

Die beiden gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Teammitgliedern, die während des Turniers Asyl in Down Under beantragt hatten. Hintergrund war, dass die iranische Mannschaft vor dem Auftaktspiel die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte.

Der Druck aus dem Heimatland war enorm. Im Iran wurde das Verweigern der Hymne als Zeichen gegen die iranische Führung der Mullahs in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten die Spielerinnen später als „Verräterinnen“ – obwohl sie bei den folgenden Partien salutierten und die Hymne wieder mitsangen.

„Es ist nicht nur eine Urkunde – es ist ein Neuanfang“

Die Zeitung „Cairns Post“ zitiert aus einer Erklärung von Pasandideh: „Gestern war einer der glücklichsten Tage meines Lebens. Ich bin unglaublich stolz und dankbar, nun offiziell australische Staatsbürgerin zu sein.“ Nach allem, was sie und ihre Teamkollegin durchgemacht hätten, bedeute dieser Moment unendlich viel. „Es ist nicht nur eine Urkunde – es ist ein Neuanfang und ein Ort, den ich mit Stolz mein Zuhause nennen darf.“ Ramezanisadeh sprach von einem „unvergesslichen Tag“.

Das Schicksal des iranischen Teams hatte im März 2026 für großen Wirbel gesorgt. Fünf der Spielerinnen waren schließlich nach massivem Druck auf ihre Familien doch in den Iran zurückgekehrt.

Pasandideh und Ramezanisadeh hingegen blieben in Australien, hielten an ihrem Asylantrag fest und erhielten zunächst humanitäre Visa. Zeitweise trainierten sie beim australischen Erstligisten Brisbane Roar. Bereits im April hatten die Sportlerinnen erklärt, sie hofften auf eine Profikarriere in Australien. Nun können sie sich ihren großen Traum erfüllen.

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