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Bundeswehr-Skandal in Weißenfels: Justiz ermittelt gegen Soldaten

Bundeswehr-Skandal in Weißenfels: Justiz ermittelt gegen Soldaten
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Weißenfels – Nach Vorwürfen um Drogen und sexuelle Übergriffe im Sanitätsregiment 1 in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) zieht die Bundeswehr offenbar Konsequenzen: Fünf Verdachtsfälle liegen laut einem Bericht des MDR inzwischen bei der Staatsanwaltschaft. Zehn Beschuldigte dürfen die Kaserne demnach nicht mehr betreten und keinen Dienst leisten.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Ausbildungseinheit. Die Bundeswehr prüft nach eigenen Angaben mögliches Führungsversagen. Vorgesetzte sollen dort ein Klima geschaffen haben, das Dienstvergehen, Grenzüberschreitungen und sexualisiertes Fehlverhalten begünstigte. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD): „Bislang handelt es sich um Vorwürfe. Wenn die sich bestätigen, wäre das widerwärtig.“

Sex-Wettbewerb unter Rekruten?

Bereits Mitte Oktober hatten „RND“ und „Spiegel“ über die schweren Vorwürfe berichtet: Demnach soll es in der Kaserne frauenverachtende Praktiken gegeben haben. Unter männlichen Rekruten soll es einen Wettbewerb gegeben haben, mit möglichst vielen Rekrutinnen Sex zu haben. Laut Berichten von „RND“ sollen Beschuldigte Soldatinnen intim berührt und bedrängt haben. Mindestens eine Frau soll demnach zum Zeitpunkt der Tat minderjährig gewesen sein.

Zudem soll ein Vorgesetzter seine Macht ausgenutzt und intime Kontakte zu einer Rekrutin gepflegt haben. Die Bundeswehr überprüft nun die Auswahl des Führungs- und Ausbildungspersonals und ordnete eine verstärkte Dienstaufsicht an. Das Verteidigungsministerium betonte, man verfolge bei Fehlverhalten eine Null-Toleranz-Politik. Pistorius: „Wir werden alles tun, um jeden Täter dingfest zu machen und seiner gerechten Strafe zuzuführen und gleichzeitig die Betroffenen besser zu schützen.“

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