Washington (USA) – Vom Käfig ins Weiße Haus? US-Präsident Donald Trump (80) will Dana White (57) offenbar zu seinem neuen Pressesprecher machen. White ist Boss der UFC, der weltweit größten Mixed-Martial-Arts-Liga. Auf Truth Social bezeichnete Trump seinen langjährigen Freund als „gewalttätigen Kämpfer und Krieger“ und appellierte an ihn: „Dana, bitte nimm den Job an!“
Doch damit nicht genug: White soll nach Trumps Vorstellungen gleich mehrere UFC-Stars als „Assistenten“ mit ins Weiße Haus bringen. Trump begründet die ungewöhnliche Verstärkung so: „Wir brauchen diese Leute, um uns gegen die wahnsinnige Linke zu verteidigen.“ White werde ein Pressesprecher „wie kein anderer“, schwärmte Trump.
Wie ernst das ungewöhnliche Jobangebot gemeint ist, blieb zunächst offen. White reagierte allerdings prompt: Auf Instagram veröffentlichte er ein Foto von sich am Rednerpult im Presseraum des Weißen Hauses und schrieb dazu: „On to the next chapter“ („Auf zum nächsten Kapitel“). Anschließend teilte er auch Trumps Angebot. Zugesagt hat er bislang nicht.
Trump und White sind seit 20 Jahren befreundet
Dass Trump ausgerechnet White ins Spiel bringt, kommt nicht völlig überraschend. Die beiden verbindet eine Freundschaft, die mehr als 20 Jahre zurückreicht. Als die UFC noch um Anerkennung kämpfte, stellte Trump seine Casinos in Atlantic City für Veranstaltungen zur Verfügung. White unterstützte Trump später offen und trat bei den republikanischen Parteitagen 2016, 2020 und 2024 für ihn auf.
Noch im Juni zeigte sich, wie eng die Verbindung ist: Die UFC veranstaltete anlässlich der Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA einen Kampfabend auf dem Gelände des Weißen Hauses. Trump und White traten dort gemeinsam auf.
Der Job, den Trump seinem Freund nun anbietet, sorgt im Weißen Haus schon seit Monaten für Unruhe. Ende August gab Karoline Leavitt (29) das Amt auf, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Erst gut sechs Wochen später präsentierte Trump mit Katie Zacharia (42) eine Nachfolgerin. Doch die hielt sich gerade einmal fünf Tage im Amt. Ihre einzige Pressekonferenz verlief holprig, zudem geriet sie wegen ihrer juristischen Qualifikation unter Druck. Trump riet ihr schließlich öffentlich, den Job noch einmal zu überdenken. Kurz darauf war Zacharia raus. Seitdem ist der Posten erneut unbesetzt.