So schnell kann es gehen. Die Fifa hat dem jordanischen Fußballverband (JFA) die ausstehenden Prämien für das Erreichen des letztjährigen Arabien-Pokal-Finals nachgezahlt. Das gab JFA-Boss Ali bin al-Hussein (50) in den sozialen Medien bekannt.
Die Gelder flossen damit nur zwei Tage, nachdem al-Hussein der Fifa Erpressung vorgeworfen hatte. Demnach sei ihm kommuniziert worden, dass seinem Verband im Gegenzug für die Unterstützung von Fifa-Boss Gianni Infantino (56) geholfen werden würde.
Fifa zahlt Kohle acht Monate zu spät
Im Dezember 2025 zog WM-Teilnehmer Jordanien beim Arabien-Pokal ins Endspiel ein, unterlag jedoch Marokko mit 2:3. Acht Monate später kassiert die JFA endlich die dementsprechende Prämie.
An al-Husseins Standpunkt ändert der plötzliche Geldregen jedoch nichts. Auf „X“ (vormals Twitter) schreibt er nach einer kurzen Danksagung: „Diese Mittel hätten bereits vor acht Monaten ausgezahlt werden sollen. Auch wenn dies für unsere Spieler eine positive Entwicklung ist, ändert dies nichts an den ernsthaften Bedenken, die wir in der Fußballwelt hinsichtlich der Fifa-Führung hegen, und auch nichts an dem, was unsere Fußballverbände in der Vergangenheit erdulden mussten.“
Und weiter: „Dies ist symptomatisch für genau jene Schwierigkeiten, mit denen wir alle konfrontiert sind und die in der Regel mit den Fifa-Präsidentschaftswahlen verbunden sind. Und es ändert nichts an meiner klaren Haltung bezüglich der Führung der Fifa: Mein Verband und ich werden Präsident Infantino weder unterstützen noch für ihn stimmen.“
Infantino will beim Fifa-Kongress im kommenden März ein letztes Mal als Verbands-Boss bis 2031 wiedergewählt werden. Bisher hat sich noch kein Gegenkandidat öffentlich zur Wahl gestellt. Als möglicher Konkurrent gilt aber Nasser Al-Khelaifi (52), der seit 2011 Präsident von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist.