Berlin – Na, da haben sich zwei gefunden, die sich mit Umverteilung auskennen: Die einen wollen enteignen, der andere ist Familienvorstand eines Clans aus hochkriminellen Experten im Eigentumswechsel. Bei der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln und später auch in Kreuzberg tauchte Clan-Boss Issa Remmo (58) auf. In Neukölln posierte er noch kurz mit dem „Victory“-Zeichen, soll anschließend weitergezogen sein. An beiden Orten sahen ihn BILD-Reporter.
Issa Remmo gilt als Kopf des Remmo-Clans, hat mindestens 13 Kinder. Viele Familienmitglieder sind kriminell. Sie waren unter anderem in den Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum und den Juweleneinbruch in Dresden im Grünen Gewölbe verwickelt. Die Beute wurde eingeschmolzen oder zerstückelt, unschätzbare Kulturgüter wurden zerstört. Ein Teil der Juwelen aus dem Grünen Gewölbe ist bis heute verschwunden.
Nun der Auftritt des Familienoberhaupts bei der Berliner Linken, die auch mit pro-palästinensischen Parolen Wahlkampf machte. Auf die anhaltenden Antisemitismusvorwürfe gegen die Berliner Linke angesprochen, sagte Remmo der „Berliner Morgenpost“: „Die Berliner Linke ist Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt.“ Und: „Ich freue mich über die Linken, die nicht mit ihren Frauen zu Prada und Gucci in Paris gehen.“
Linke will Polizei entmachten
Der Wahlsieg scheint dem Clan-Boss zu gefallen. Von der Linken fühle er sich in Deutschland erstmals unterstützt, sagte Remmo der „Morgenpost“. Die linksextreme Berliner Partei will bei der Polizei einsparen, sie quasi entmachten. Im Wahlprogramm heißt es: „Die immer weitere, teure Aufrüstung der Polizei wollen wir stoppen und die Mittel umverteilen.“
Weiter fordert die Partei: „Die polizeiliche Arbeit muss, wo immer dies möglich ist, durch soziale Arbeit ersetzt oder zumindest ergänzt werden.“ Waffenverbotszonen sollen abgeschafft werden. Zudem heißt es: „Staatstrojaner lehnen wir entschieden ab.“ Moderne KI-gestützte Analyseinstrumente sollen verboten werden. Taser sollen künftig nur noch von Spezialkräften eingesetzt werden dürfen.
Außerdem will die Partei Wohnungsgesellschaften enteignen, um Mieten günstiger zu machen. Mit Enteignungen kennt sich Issa Remmo aus. 2025 hat das Landgericht Berlin die Einziehung von 58 Immobilien der Großfamilie in Berlin und Brandenburg angeordnet. Betroffen sind Grundstücke in den Stadtteilen Neukölln und Mitte sowie im brandenburgischen Teltow-Fläming. Die Immobilien gehören zu insgesamt 77 Objekten, die in einer spektakulären Aktion im Juli 2018 im damaligen Wert von rund neun Millionen Euro vorläufig sichergestellt wurden.
Und wie sieht das die Linke?
Eine Sprecherin am Eingang: „Ja, Issa Remmo war da, am Anfang haben wir keine Hintergrundkontrolle gemacht. Jeder konnte kommen und sich eintragen. Jetzt wollen wir ohne Presse auch das dritte oder fünfte Bier trinken. Wie es aussieht, werden wir die Bürgermeisterin stellen, alles andere wird man sehen.“
Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linken äußert sich zum Remmo-Besuch vorsichtig und distanziert: „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste. Es gibt weder politische noch persönliche Beziehungen zu dieser Person.“ Der Besuch der Wahlparty habe daran „selbstverständlich nichts geändert“.
Vor dem Gebäude stehen junge Parteianhänger, einige mit Palästinensertüchern. Eine sagt zur anderen: „Hast Du die Remmo-Headline mitbekommen? Haha!“