Politik

Kommentar von Peter Tiede: Was ist uns unsere Freiheit wert?

Kommentar von Peter Tiede: Was ist uns unsere Freiheit wert?
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Berlin, 19. Dezember 2016: Der als islamistischer Gefährder bekannte Anis Amri rast mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. 13 Menschen sterben bei dem Attentat.

Berlin, 25. Juli 2026: Der als islamistischer Gefährder bekannte Abdul Ballout rast am Abend mit einem Auto in den CSD, den mehr als hunderttausend Menschen aus der queeren Community den ganzen Tag fröhlich und friedlich in der deutschen Hauptstadt gefeiert hatten.

Fast zehn Jahre und zahlreiche weitere Anschläge liegen zwischen den beiden Terrorakten in Berlin. Und immer wieder unendliche Trauer, Ohnmacht und Wut – und immer wieder die gleichen Fragen.

Wie gehen wir mit den Menschen um, von denen wir wissen, dass sie unsere Art zu leben hassen? Deren Feindbild unsere Freiheit ist?

Wie kann es sein, dass Richter, wie im aktuellen Fall Abdul Ballout, trotz konkreter Terrorpläne Milde walten lassen? Den Gefährder auf Bewährung wieder auf die Straße lassen! Diesen Islamisten noch zum Deradikalisierungs-Workshop statt ins Gefängnis schicken!

Kann es sein, dass der Christopher Street Day in Berlin friedlich zu Ende gegangen wäre, wenn damals das richtige Maß an Härte angewendet worden wäre?

Wie kann es sein, dass linke politische Aktivisten noch immer leugnen, dass der Islamismus eine riesige Gefahr für Schwule, Lesben oder Transsexuelle ist?

Wie wir in unserem Land mit unseren Feinden umgehen, ist eine fundamentale Frage für unsere Freiheit geworden. Die Weigerung, die harte und unbunte Wirklichkeit anzuerkennen, die Neigung, jene, die die Probleme benennen, als rechte Irrläufer abzustempeln, bedroht unsere Freiheit von innen genauso, wie es die Feinde von außen tun. Gegen die Bedrohung von außen rüsten wir auf. Und gegen die von innen?

Wir müssen beantworten, was uns unsere Freiheit wert ist! Was sind wir uns wert?

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