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„Mekka-Bündnis“ mit Atom-Macht: Drei Islam-Staaten schmieden Militärpakt

„Mekka-Bündnis“ mit Atom-Macht: Drei Islam-Staaten schmieden Militärpakt
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Mekka (Saudi-Arabien) – Brisante Allianz in der explosivsten Region der Welt: Die Atommacht Pakistan, das Nato-Land Türkei und die Öl-Monarchie Saudi-Arabien haben in Mekka einen gemeinsamen Verteidigungspakt unterzeichnet. Zukünftig gilt unter den drei Ländern wie bei der Nato: Wird ein Land angegriffen, sind die anderen Bündnis-Länder verpflichtet zu helfen.

Langfristig könnte die Allianz den Mittleren Osten stabilisieren. Denn jeder bringt etwas mit: Pakistan die Atombombe, die Türkei moderne Rüstung und Top-Drohnen, Saudi-Arabien das Geld. Laut der Nachrichtenagentur dpa geht es vor allem um Technologietransfer, den Austausch von Geheimdienst-Infos und den Aufbau einer schlagkräftigen Flugabwehr – Riads große Schwachstelle. Zahlreiche Sprengstoff-Drohnen sind seit Beginn des Iran-Kriegs in Saudi-Arabien eingeschlagen. Das Königreich hat nicht genügend Verteidigungssysteme, um das ganze Land zu sichern. Die hochmoderne Raketenabwehr ist außerdem nicht auf Angriffswellen von Billig-Drohnen ausgelegt.

Dabei richtet sich der „Mekka-Verteidigungspakt“ offiziell nicht gegen den Iran. „Das Bündnis sollte nicht als Anti-Iran-Allianz missverstanden werden“, sagt zwar Politikwissenschaftler Zafar Nawaz Jaspal von der Quaid-e-Azam-Universität in Islamabad. Pakistan und die Türkei pflegen eigentlich gute Drähte nach Teheran, Riad meidet die direkte Konfrontation. Doch zuletzt feuerte der Iran mit Drohnen auf die Türkei. Langfristig könnte das Militärbündnis die Vormachtstellung des Irans in der Region zurückdrängen.

Und auch Israel ist nicht der Hauptgegner des Bündnisses. Im Gegenteil: Zwar nehmen die Spannungen zwischen den einstigen Verbündeten Israel und der Türkei zu. Doch mit Blick auf eine mögliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel beruhigt der israelische Strategie-Analyst Danny Citronowicz vom Institute for National Security Studies in Tel Aviv, dass das neue Mekka-Bündnis dem nicht entgegenstehe.

Chance auch für Europa?

Für US-Präsident Donald Trump (80) ist der Deal zwiespältig: Riad ist enttäuscht von den USA, will sich von den Amerikanern mit dem Bündnis emanzipieren. Doch mehr Stabilität in der Dauer-Krisenregion käme auch Washington gelegen.

Zuletzt starteten die vom Iran unterstützten Huthis aus dem Nachbarland Jemen heraus eine Offensive gegen Saudi-Arabien. Das Königreich meldete in der Nacht auf Freitag zahlreiche Verletzte und erwartet weitere Milizen-Angriffe aus dem Irak. Die dortige „PMF“ agiert ebenfalls auf Anweisung von Teheran.

Auch für Europa könnte das neue Bündnis eine Chance sein. Regelmäßig hält die Huthi-Miliz den internationalen Güterverkehr im Würgegriff. Auch zurzeit blockiert sie die wichtige Meerenge Bab al-Mandab und treiben damit den Ölpreis bei uns weiter in die Höhe. Seit ihrer Machtübernahme 2014 griff die Miliz weit über 100 Handelsschiffe an.

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