Leipzig (Sachsen) – Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht zu Mittwoch sind jetzt neue Details bekannt. Am Boden wurde kurz vor Mitternacht auf dem Vorfeld eine Drohne entdeckt. Nach BILD-Informationen befand sich an ihr ein Päckchen mit einem Zünder. Ermittler stuften sie als möglichen Sprengsatz ein.
Die Drohne mit dem Paket lag nach BILD-Informationen in unmittelbarer Nähe zu einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonov. Die Bundespolizei schickte Entschärfer und plante, das Paket mit dem Zünder kontrolliert zu sprengen. Ein ferngesteuerter Entschärfungsroboter war im Einsatz. Ob die Sprengung erfolgte, ist unklar.
Der Flugbetrieb wurde sofort gesperrt, der Flugverkehr umgeleitet. Eine Frachtmaschine musste daher durchstarten. Sie kollidierte kurz darauf nach BILD-Informationen rund 6 Kilometer vom Flughafen entfernt in 400 Metern Höhe mit einem bislang unbekannten Gegenstand. Das Flugzeug landete in Hannover, wo leichte Beschädigungen im Frontbereich festgestellt wurden.
Die Polizei in Niedersachsen stufte den Vorfall als Staatsschutzdelikt ein. Ein möglicher Sabotageanschlag wird nicht ausgeschlossen. Parallel ermitteln die Polizei in Niederschasen und Sachsen.
Der Flugbetrieb war bis 1.55 Uhr eingestellt. Eine Passagiermaschine, die aus Mallorca kam, wurde nach Nürnberg umgeleitet. Die Südbahn des Flughafens wurde gesperrt, wie die Polizei BILD mitteilte, wurde bis zum Morgen noch nicht freigegeben. Der Flugverkehr läuft aber laut Polizei am Mittwochmorgen rebungslos, auch ist der Flughafen selbst nciht gesperrt.
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