Nürnberg – Sie sollen Mädchen und junge Frauen mit harten Drogen gefügig gemacht und anschließend brutal vergewaltigt haben. Die Nürnberger Polizei nahm zwei weitere Syrer (26, 28) fest, die am Nürnberger Hauptbahnhof auch Minderjährige mit Rauschgift geködert und dann in ihren Wohnungen missbraucht haben sollen. Seit Monaten ermittelt dazu die Sonderkommission „EKO Kajal“ des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Mittlerweile sitzen nunmehr zwölf Verdächtige in U-Haft.
Ein Richter begründete die Haftbefehle gegen die beiden Syrer mit dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Polizeisprecher Michael Petzold: „Demzufolge wird den beiden Männern nach umfangreichen Ermittlungen der EKO Kajal zur Last gelegt, unabhängig voneinander Betäubungsmittel an minderjährige Mädchen abgegeben zu haben. Nachdem die Mädchen unter dem Einfluss der harten Drogen standen, sollen die Männer ihre Opfer vergewaltigt haben.“
Kriminaltechniker der Soko hatten die Beschuldigten bereits in der vergangenen Woche festgenommen. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler „verschreibungspflichtige Medikamente, Mobiltelefone, Bargeld und weitere Beweismittel“, heißt es in einer Mitteilung.
Zuletzt war Anfang Juli ein syrischer mutmaßlicher Drogendealer (21) festgenommen worden, nachdem er in einer Wohnung in der Südstadt zwei Mädchen (15, 18) vergewaltigt haben soll. Ein weiterer Syrer (40) soll den Opfern bereits am Vorabend Drogen gegeben haben. Die 18-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei Verletzungen und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Beide jungen Frauen wurden psychologisch betreut.
BILD berichtete schon mehrfach über die Zustände am Nürnberger Hauptbahnhof. Eine junge Frau schilderte, wie die Dealer gezielt junge Frauen ins Visier nehmen.