Derry – Der Albtraum begann mit Wahnvorstellungen: Im Thailand-Urlaub mit ihrem Freund glaubte Caoimhe Jennings (28) aus Irland plötzlich, verrückt zu werden. Sie halluzinierte, sah Gefahren, die nicht da waren und vergaß, wie man Fahrrad fährt.
Zurück in Irland im Januar 2025 verschlimmerte sich ihr Zustand dramatisch. Die Irin verlor die Kontrolle über ihre Blase und ihr Gesicht, ihre Füße schwollen stark an. Als sie dann noch doppelt sah, schickte ein Arzt sie sofort in die Notaufnahme. Was folgte, ging rasend schnell: „Binnen einer Stunde lag ich im OP wegen eines Wasserkopfs. Sie mussten eine Drainage in mein Gehirn legen“, erinnert sich Caoimhe Jennings im britischen „Mirror“. Am nächsten Morgen die Schock-Nachricht: Im Zentrum ihres Gehirns sitzt ein großer Tumor.
Es folgten eine weitere OP und dann die niederschmetternde Nachricht: Der Tumor ist mutiert und unheilbar. „Als ich fragte, wie lange ich noch habe, sagten die Ärzte: Monate, nicht Jahre“, so Caoimhe Jennings.
So sehr wie der Krebs nun über ihr Leben bestimmte – in der Liebe sollte er nicht mitreden. Ihr Freund Ollie macht ihr in der schwersten Zeit ihres Lebens einen Antrag. Die beiden heirateten im Januar 2026. Allen Prognosen zum Trotz. Und danach geschieht tatsächlich ein kleines Wunder: Der Tumor beginnt zu schrumpfen.
Vielleicht keine Monate, sondern Jahre
Caoimhe ist nicht naiv: Sie weiß, dass die Krankheit tödlich ist. Aber sie und ihr Mann Ollie hoffen. Vielleicht schenkt ihr der schrumpfende Tumor nicht nur Monate, sondern Jahre.
Caoimhe Jennings sagt zum „Mirror“: „Ich versuche jetzt, dem Ganzen positiv zu begegnen. Ich habe keine Schmerzen mehr, verglichen mit meinem Zustand um diese Zeit im letzten Jahr. Seltsamerweise empfinde ich mich im Vergleich zu anderen Menschen in ähnlichen Situationen als sehr glücklich. Ich habe einen wunderbaren Ehemann, eine unterstützende Familie, die mich nicht aufgibt, und großartige Schwiegereltern, die absolut alles für mich tun würden.“
Sie macht das Beste aus jedem Tag. Gerade lernt sie, zu backen.