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Palästina-Fahne bei Konzert: Band darf nicht mehr nach Singapur

Palästina-Fahne bei Konzert: Band darf nicht mehr nach Singapur
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Singapur – Es sollte ein Konzert mit politischer Botschaft werden – und endete mit der Verbannung aus dem Land. Die britische Band Massive Attack hielt bei ihrem Auftritt in Singapur eine Palästina-Fahne in die Höhe. Danach wurde die komplette Band festgenommen. Das machten die Musiker jetzt selbst öffentlich: Sie sprechen von einer „surrealen Erfahrung“.

Am Sonntag meldete sich die Trip-Hop-Band auf Instagram zu Wort. „Wir waren überrascht und enttäuscht, dass unsere gesamte Band von der Polizei festgenommen, isoliert und getrennt befragt wurde“, schreiben die Musiker. Bei einigen von ihnen seien zudem die Hotelzimmer durchsucht und die Reisepässe vorübergehend eingezogen worden.

Die Band zeigt sich fassungslos: „Wir hätten uns nicht vorstellen können, dass das bloße Hochhalten einer Fahne eines souveränen Staates, der von 157 Ländern anerkannt wird (Palästina), einen Gesetzesbruch darstellen könnte.“

„Free Palestine“-Ruf auf der Bühne

Die Band um Robert Del Naja („3D“) und Grant Marshall („Daddy G“) war am Mittwoch im Stadtstaat aufgetreten. Die Musiker, bekannt für ihre Unterstützung der Palästinenser und ihre Kritik am Gaza-Krieg, hielten dabei eine Palästinenserfahne in die Höhe. Einer von ihnen rief nach Angaben der Polizei „Free Palestine“.

Einreiseverbot für die Band

In Singapur ist die Geste ein Gesetzesverstoß: Im Stadtstaat gelten sehr strikte Regeln – eine ausländische Fahne darf ohne Genehmigung nicht gezeigt werden. Die Musiker wurden von der Polizei verwarnt. Außerdem wurde ihnen die erneute Einreise nach Singapur untersagt. Genehmigungen für künftige Konzerte sollen nicht mehr erteilt werden.

Für Massive Attack ist die „surreale Erfahrung“ vor allem eine Mahnung. Menschenrechte und das Recht auf freie Meinungsäußerung müssten überall dort verteidigt werden, wo sie bedroht seien, schreibt die Band.

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