Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) – Lachsrote Hose und lila Anglerhut: Bei diesem Outfit würde vermutlich kein Fisch anbeißen. Für einen erfolgreichen Banküberfall taugt es aber offenbar allemal. Der schrille Typ ist einer von zwei Panzerknackern, die während der Öffnungszeiten in einer Sparkasse in Mönchengladbach 29 Schließfächer aufbrachen und leer räumten. Trotz aller Auffälligkeit: Von Tätern und Beute fehlt bislang jede Spur.
Nachdem die Polizei am Dienstag zunächst ohne Fotos nach den Panzerknackern fahndete, gab sie am Donnerstag doch noch welche heraus.
Das Duo war bereits am Montag, gegen 12.25 Uhr, in die Sparkasse an der Marktstraße im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt spaziert. Es stoppte vor den insgesamt 1700 Schließfächern. Polizeisprecherin Katrin Mittwoch: „Dort hielten sich die beiden Männer nach ersten Erkenntnissen circa eine gute halbe Stunde lang auf. In dieser Zeit brachen sie ersten Ermittlungen zufolge 29 Schließfächer auf und entwendeten augenscheinlich den Inhalt. An weiteren 14 Schließfächern befanden sich Hebelmarken.“
Die Täter stopften die Beute in Einkaufstrolleys und flüchteten. Polizeisprecherin Mittwoch: „Wer hat die beiden Personen vor oder in der Bankfiliale beobachtet? Wer kann Hinweise zu den Tatverdächtigen geben?“ Auf den jetzt veröffentlichten Überwachungsbildern sind die Gesichter zwar vermummt, die Polizei hofft aber, dass die Täter anhand der auffälligen Kleidung erkannt werden.
So werden die Panzerknacker beschrieben
Einer der Panzerknacker trug eine lila Jacke, eine zweifarbige Hose (unten braun, oben lachsrot), Wander- oder Arbeitsschuhe. Er hatte einen violettfarbenen Anglerhut und einen dunklen Rucksack. Sein Trolley war schwarz. Die Polizeisprecherin: „Der andere Mann war mit einer braunen Jacke, darunter einem dunkelgrauen T-Shirt, einer hellblauen Jeans, Wander- oder Arbeitsschuhen und einer beige-dunkelgrauen Kappe bekleidet. Er hatte einen dunklen Einkaufstrolley dabei.“ Hinweise zum Verbleib von Tätern und Beute nimmt die Kripo unter folgender Telefonnummer entgegen: 02161/290.
Ende 2025 wurden 3000 Schließfächer geknackt
Ende 2025 hatte ein großangelegter Einbruch in einer Sparkasse in Gelsenkirchen (ebenfalls NRW) für Aufsehen gesorgt. Unbekannte brachen dabei mehr als 3000 Schließfächer auf. Sie waren zuvor über die Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank eingedrungen.