Pruggern (Österreich) – Hunderte saßen im Dunkeln, bis einer gerettet werden konnte. Ein Paragleiter aus Deutschland verfing sich am Abend in Österreich mit seinem Gleitschirm in der Hochspannungsleitung. Um ihn da wieder herauszubekommen, musste das E-Werk für die Rettungskräfte den Saft abdrehen. In Hunderten von Häusern ging daraufhin das Licht aus.
Der 73-Jährige war am späten Nachmittag in Sichtweite des höchsten Gipfels der Steiermark, des Dachsteins (2995 Meter), ins Tal geglitten. Kurz vor der Landung am Tennisplatz in Pruggern passierte es. Der Schirm des Rentners verfing sich in den 30-kV-Leitungen zwischen zwei Masten. Der Mann wippte etwas hoch und runter, berührte aber zum Glück zunächst nicht den Boden.
Mehrere Orte ohne Strom
Der Flug in die Leitungen hatte dennoch Folgen: „Daraufhin kam es zu einem Kurzschluss. Zwischen Niederwölz und Aich fiel in allen Orten der Strom aus“, sagte Feuerwehr-Sprecher Christoph Schlüßlmayr der „Krone“. Mitarbeiter des zuständigen E-Werks nahmen Pruggern und die umliegenden Gemeinden vom Netz.
Für eine Stunde waren mehrere Hundert Haushalte abgeklemmt. Die Zeit nutzte die Feuerwehr. Nachdem die Leitungen geerdet waren, kamen Leitern zum Einsatz. Der 73-Jährige wurde aus den Stromleitungen befreit. Er kam verletzt ins Krankenhaus, sei laut Polizei aber während der Rettung „permanent ansprechbar“ gewesen. Zur Ursache des Unglücks wird noch ermittelt.