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Vertreibt an 11.000 Händler: Deutscher Fahrradteile-Großhändler sucht Investor

Vertreibt an 11.000 Händler: Deutscher Fahrradteile-Großhändler sucht Investor
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Sennfeld (Bayern) – Die zwei Marken Winora und Haibike sind gerettet, doch beim nächsten Fahrrad-Unternehmen der Accell Group geht das Zittern weiter! Für den Fahrradteile-Großhändler Engelbert Wiener Bike Parts läuft die Suche nach einem Käufer. Das Insolvenzverfahren ist eröffnet. 168 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft.

Die Firma aus Sennfeld in Bayern vertreibt Teile für Fahrräder und Zubehör, insbesondere unter der bekannten Marke XLC. Die Dimensionen sind beachtlich: Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen mit mehr als 11.000 Händlern in knapp 40 Ländern zusammen. Das Sortiment umfasst mehr als 140 Vertriebsmarken und rund 26.000 Artikel.

Das sagt der Sanierungsexperte

Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger ist für die Dauer der Insolvenz in Eigenverwaltung Generalbevollmächtigter. Der Sanierungsexperte zu BILD: „Es ist uns im vorläufigen Verfahren gelungen, den Geschäftsbetrieb der Engelbert Wiener Bike Parts zu stabilisieren und die Belieferung der Kunden wieder aufzunehmen. In einem internationalen Investorenprozess haben wir bereits mit zahlreichen Interessenten Gespräche geführt und verschiedene Fortführungsoptionen geprüft.“

Der Rechtsanwalt weiter: „Diese Suche nach einem geeigneten Investor intensivieren wir jetzt noch einmal mit dem Ziel, bis Ende November eine Lösung zu haben.“

Unternehmen gehört zu riesigem Netz

Die Accell Germany GmbH in Bayern und ihre deutschen Tochtergesellschaften Winora Staiger GmbH, Ghost-Bikes GmbH und Engelbert Wiener Bike Parts GmbH hatten am 5. August Insolvenz beantragt. Für ganze Fahrradmarken der niederländischen Accel-Group wurden Investoren gesucht. Rund 60 Interessenten für Haibike, Ghost, Winora, Koga, Lapierre, Babboe oder Raleigh gab es. Hintergrund ist die Krise der Fahrradbranche: Nach der Corona-Pandemie brachen Absatz und Preise ein.

Für Winora und Haibike wurde inzwischen mit Bike Tree ein Käufer gefunden. Für Ghost dagegen nicht: Der Geschäftsbetrieb soll eingestellt werden. Jetzt entscheidet sich, ob auch für Engelbert Wiener Bike Parts und seine 168 Beschäftigten noch ein Retter gefunden wird.

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