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Acht Ministerpräsidenten wollen Aigner als Bundespräsidentin

Acht Ministerpräsidenten wollen Aigner als Bundespräsidentin
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Berlin – Immer mehr Spitzenpolitiker sprechen sich für Ilse Aigner (61, CSU) als nächste Bundespräsidentin aus! Stand Donnerstagabend sind mindestens 8 von 16 Ministerpräsidenten (CDU, CSU, SPD und Grüne) für die bayerische Landtagspräsidentin, dazu sieben CDU‑Landesvorsitzende. Kann Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) überhaupt noch an Aigner vorbei? Und wer schweigt eigentlich immer noch?

Das Pro-Aigner-Lager

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) sagte am Donnerstag in Schwerin: „Für mich ist ganz klar, dass wir uns zukünftig eine Frau im Amt des Bundespräsidenten wünschen, also eine Bundespräsidentin, und ich schätze Ilse Aigner.“

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (65, SPD) bezeichnete Aigner gegenüber „Politico“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) sogar als „die perfekte Kandidatin“. Auch Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (50, SPD) sprach sich für die CSU-Politikerin aus.

Selbst die Grünen machen sich für Aigner stark. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (60) erklärte: „Gerade wenn die Gräben im Land tiefer werden, brauchen wir eine Persönlichkeit, die Brücken baut und Menschen zusammenführt. Aigner ist bodenständig, hat ein Gespür für die Sorgen der Menschen und spricht ihre Sprache.“

Auch alle drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten haben sich positiv zu Aigners möglicher Kandidatur geäußert: Michael Kretschmer (51, Sachsen), Mario Voigt (49, Thüringen) und Sven Schulze (47, Sachsen-Anhalt). Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder (59) wirbt seit Monaten für seine Parteikollegin.

Hinzu kommt Rückendeckung u. a. von Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel (38), weiteren CDU-Landeschefs und Unionsfraktionschef Thorsten Frei (53, CDU).

Wichtige CDU-Ministerpräsidenten fehlen noch

Doch einige mächtige CDU-Politiker halten sich bislang zurück. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (51), Hessens Regierungschef Boris Rhein (54), der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (51) und Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (53) haben sich bisher nicht öffentlich für Aigner ausgesprochen. Auch Niedersachsens CDU-Landeschef Sebastian Lechner (45) hat sich nicht festgelegt. „Durch“ ist Aigner bei der großen Schwester CDU also noch nicht.

Und was macht Friedrich Merz ?

Der Bundeskanzler und CDU-Chef hat bislang keine Kandidatin benannt, sich nur auf eine Frau als nächstes Staatsoberhaupt festgelegt. Aber Merz hat bereits im Juli Aigner als „eine respektable denkbare Bundespräsidentin“ bezeichnet. Am Montag wollen CDU-Präsidium und -Vorstand über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier (70) beraten. Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar 2027 das neue Staatsoberhaupt. Aigner wäre die erste Frau im höchsten Staatsamt Deutschlands – und das erste Staatsoberhaupt aus der CSU.

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