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Gute Sommerzahlen im Herbst: Deutschlands Wirtschaft wächst überraschend

Gute Sommerzahlen im Herbst: Deutschlands Wirtschaft wächst überraschend
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Wiesbaden – Trotz Iran-Krieg, Energiepreis-Schock und Konzern-Krisen: Die deutsche Wirtschaft hat im Sommer überraschend zugelegt. Doch die Zahlen zeigen: Der Aufschwung wackelt.

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal (Juli bis September) um 0,2 Prozent gewachsen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mit. Gegenüber dem Vorjahresquartal lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 1,3 Prozent höher.

Damit wächst Europas größte Volkswirtschaft das vierte Quartal in Folge. Schon in der ersten Jahreshälfte ging es nach oben: im ersten Quartal um 0,4 Prozent, im zweiten um 0,3 Prozent.

Konsum hält, Investitionen brechen weg

Der Blick in die Details zeigt aber, wie fragil das Wachstum ist:

  • Konsum: Die Konsumausgaben legten leicht zu und stützen die Konjunktur.
  • Investitionen: Die Unternehmen investierten weniger. Die Investitionen gingen zurück.
  • Exporte: Der Export-Motor, der in der ersten Jahreshälfte noch kräftig lief, verlor „merklich“ an Tempo.

Belastungen ohne Ende

Die Wirtschaft kämpft weiter mit den Folgen des Iran-Kriegs. Die Energiepreise bleiben hoch, der Ölpreis liegt bei über 115 Dollar pro Fass. Dazu kommen schwache Konzernzahlen. VW rutschte im dritten Quartal mit minus 5,8 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen, bei Audi brach der Gewinn ein. Ein Lichtblick: Die Zahl der Arbeitslosen sank zuletzt wieder unter drei Millionen.

Ökonomen warnen seit Wochen vor einer Delle zum Jahresende. Bleiben Energiepreise und Unsicherheit hoch, könnte das kleine Sommer-Plus im Winter schnell wieder verpuffen.

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