Leizen – Aufatmen im DHL-Depot Leizen! Die Absperrungen rund um das Paketzustellzentrum sind aufgehoben. Am Dienstag hatte der Verdacht bestanden, dass eine DHL-Mitarbeiterin bei der Paketzustellung mit Quecksilber in Kontakt gekommen war. An einem Paket war eine unbekannte Flüssigkeit festgestellt worden, die Zustellerin klagte anschließend über Unwohlsein und Symptome einer Vergiftung.
Nun steht fest: Es handelte sich nicht um Quecksilber, sondern um Galinstan – eine quecksilberfreie Metalllegierung, die unter anderem als Ersatzstoff für Quecksilber verwendet wird. „Klarheit brachte eine Analyse in einem Speziallabor in Hamburg“, sagte eine Sprecherin der Polizei Rostock zu BILD.
Depot wurde evakuiert
Das Zustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Dienstag vorsichtshalber evakuiert. Am Mittwoch gab die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin das Depot wieder frei, nachdem das Analyseergebnis vorlag.
Stefan Laetsch, Sprecher der DHL AG, zu BILD: „Gemeinsam mit den zuständigen Behörden haben wir den Vorfall in Leizen mit größter Sorgfalt und Professionalität geprüft. Wir können nun Entwarnung geben.“ Und weiter: „Die Maßnahmen sind aufgehoben und es besteht keinerlei Gefahr.“ Ab Donnerstag werde der Betrieb wieder ohne Einschränkungen laufen.
Bestellung während Transport beschädigt
Nach derzeitigem Stand wurde eine Galinstan-Bestellung beim Transport oder bei der Zustellung beschädigt. Dadurch kam es zur Verunreinigung weiterer Pakete. Strafrechtliche Ermittlungen gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Bereits in der vergangenen Woche gab es einen ähnlichen Vorfall: Am Freitag wurden zwei Frauen (19 und 28 Jahre) im rund 70 Kilometer entfernten Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit Übelkeit und Kopfschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert. Beim Öffnen eines Blumenpakets war eine silbrige Flüssigkeit ausgetreten. Die Polizei bestätigte später den Fund von Quecksilber.