Amman – Die Vorwürfe gegen Fifa-Boss Gianni Infantino (56) hören nicht auf! Nun meldet sich der Chef des jordanischen Fußballverbandes, Prinz Ali bin al-Hussein (50), zu Wort. Sein Vorwurf gegen Infantino: Erpressung! Dem jordanischen Verband soll Geld vorenthalten worden sein, damit al-Hussein den Fifa-Boss unterstützt.
Jordanien steht Verbandsangaben zufolge als Zweitplatzierter des FIFA Arab Cups aus dem Dezember 2025 noch ein Preisgeld zu. Laut Medienberichten beträgt das rund 3,6 Millionen Euro. Mit denen rechnete al-Hussein – „Bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Fußballverband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstütze“, schrieb der Prinz auf X.
Al-Hussein schon 2016 im Duell gegen Infantino
Brisant: Al-Hussein steht schon länger im Duell mit Infantino. Er war 2016 im Rennen um die Präsidentschaft des Weltverbands gegen Infantino angetreten, unterlag damals aber klar. Von der angeblichen Erpressung will sich der Verbandschef jedoch nicht beeindrucken lassen. Al-Hussein sagt: „Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun. Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus und wir weigern uns, das zuzulassen.“
Fifa-Boss Infantino steht in der Kritik, weil er zuletzt einen Teil der Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren verkaufen und damit Milliarden verdienen wollte. Weltweit formierte sich prompt Widerstand – die Uefa kündigte einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe an. Infantino zog den Vorschlag zurück. Doch die Kritik am Italo-Schweizer hört einfach nicht auf!
Heute Fifa-Krisentreffen in Marokko
Nach Informationen von „Sky News“ und „The Times“ wurden hochrangige Fifa-Mitarbeiter von Infantino für heute zu Krisengesprächen in Marokkos Hauptstadt Rabat einberufen. Laut Sky ist unklar, worum es bei dem Treffen genau gehen wird. „The Times“ schreibt, Infantino habe laut Quellen seine Mitarbeiter nach Rabat einberufen, „um verzweifelt an der Macht zu bleiben“.