Sein Fehlen überrascht so einige Fußball-Experten. Karim Adeyemi (24) gehört nicht zum DFB-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp (59) für die beiden Länderspiele gegen Serbien (13.11.) und Holland (16.11.). Weltmeister Roman Weidenfeller (46) hat einen konkreten Verdacht, warum der Ex-BVB-Star nicht dabei ist.
In der Sky-Sendung „Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk“ spricht der ehemalige Dortmunder Torwart über Adeyemis Fehlen. Dabei erinnert er an die ersten Auftritte unter Klopp: „Er hat gegen die Niederlande sehr gut begonnen. Hat aber noch eine Großchance leider drüber geknallt. Das wäre eigentlich das Siegtor gewesen für die Deutschen in Holland.“
Im Spiel gegen Griechenland sei Weidenfeller etwas anderes aufgefallen. Der Weltmeister war in Augsburg live vor Ort: „Karim hat zu spät reagiert, immer wieder den Rückwärtsgang einzuschalten. Und das passt Jürgen Klopp gar nicht.“
Weidenfeller erklärt: „Natürlich hast du nach vorne hin immer alle Freiheiten bei Jürgen, aber den Rückwärtsgang, den musst du immer einschalten.“ Und weiter: „Ich glaube, das sind so die kleinen Dinge, die dann hinterher Jürgen stören, wo es vielleicht eventuell auch sein kann, dass er deswegen nicht eingeladen wurde. Als kleinen Denkzettel vielleicht.“
„Nicht viele dabei, die das höchste Tempo haben“
Auch Didi Hamann (53) kann die Entscheidung nicht ganz nachvollziehen: „Adeyemi wundert mich wirklich, den hätte ich gerne mitgenommen. Es sind nicht viele Spieler dabei, die das höchste Tempo haben. Das kann aber nur der Bundestrainer beantworten.“
Adeyemi ist bei Barça unter Flick kein Stammspieler, seine Leistungskurve flachte in den vergangenen Wochen zunehmend ab, allerdings hatte er in den ersten beiden von vier Spielen unter Klopp gute Szenen in der Offensive.
Nun erhielten Lennart Karl (18/Bayern), Said El Mala (20/Köln), Derry Scherhant (23/Freiburg), Wael Mohya (17/Gladbach), Florian Wirtz (23/Liverpool) und Brajan Gruda (22/Leipzig) den Vorzug im offensiven Mittelfeld.