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Mordprozess in Rostock: Fabians Oma soll von glücklichen Tagen erzählen

Mordprozess in Rostock: Fabians Oma soll von glücklichen Tagen erzählen
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Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) – Fabian war ihr einziger Enkel. Im Oktober 2025 wurde er ihr für immer genommen. Gina H. (30) soll Fabian (8) aus Güstrow mit sechs Messerstichen ermordet und seine Leiche mit Grillanzünder in Brand gesetzt haben. Jetzt soll Fabians Oma mütterlicherseits vor dem Landgericht Rostock von glücklichen Tagen mit dem Achtjährigen und auch mit seinem Vater erzählen.

Bisher hat nur Fabians Großmutter väterlicherseits ausgesagt und vor Gericht für ungläubige Gesichter gesorgt. Sie war in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Don’t worry, beer happy“ erschienen. Auf Nachfrage des Richters beteuerte sie zwar, dass sie ihren Enkel geliebt habe, ließ davon aber wenig durchblicken. Auf die Frage des Richters, ob sie gerne wissen wolle, was mit ihrem Enkel passiert ist, antwortete sie: „Nee, möchte ich nicht.“ An Details zur Beziehung zwischen ihrem Sohn und Gina H. konnte sie sich plötzlich nicht mehr erinnern.

Fabians Oma mütterlicherseits, Doris L., und ihr Lebensgefährte Torsten sind erst auf Anregung der Anwältin von Fabians Mutter Dorina L. nachträglich als Zeugen geladen worden. Fabians Vater, Matthias R., pflegte auch nach der Trennung von Fabians Mutter einen engen Kontakt zu seinen ehemaligen Schwiegereltern. Sie feierten sogar gemeinsam Weihnachten.

„Wollte Verhältnis zu Fabian nicht gefährden“

Die Nebenklage-Anwältin Christine Habetha erklärt gegenüber BILD: „Sie werden aussagen, dass Matthias R. ein gutes Verhältnis zu seinem Sohn hatte. Er war so glücklich und so froh, dass sie wieder Kontakt hatten. Er hat Fabian auch nicht nur vor dem Fernseher geparkt, sondern sie haben wirklich viel unternommen. Und er hat zu ihnen gesagt, dass er das Verhältnis zu Fabian nicht wieder in Gefahr bringen möchte. Gina H. spielte da überhaupt keine Rolle.“

Am Donnerstag war in Aussagen mehrerer Zeugen immer wieder deutlich geworden, dass Gina H. eifersüchtig auf den Jungen und das Verhältnis zu dem Vater, ihrem Lebensgefährten, war.

Außerdem werden ab 9.30 Uhr eine Zeugin von der Familienhilfe und eine Mitarbeiterin des Jugendamts gehört. Eigentlich sollte am Freitag auch der Großvater der angeklagten Gina H. aussagen. Der hat aber im Vorfeld als direkter Angehöriger von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

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