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Mordprozess: Mann soll Ex-Freundin getötet und im Dickicht versteckt haben

Duisburg – Senra M. (23), Mutter von zwei Kindern, kam am 23. Januar nicht nach Hause. Ihr Bruder versuchte immer wieder, sie zu erreichen. Aber Senra nahm nicht ab. Schließlich veröffentlichte die Polizei ein Foto der jungen Bulgarin aus Moers – doch niemand meldete sich. Einen Monat später fand ein Waldarbeiter eine Leiche im Unterholz. Aus dem Vermisstenfall wurde ein Fall für die Mordkommission.

Seit Freitag steht Senras Ex-Partner vor dem Landgericht Duisburg (Nordrhein-Westfalen). Die Staatsanwältin ist überzeugt, dass Asen V. (24) die junge Frau getötet hat. Die beiden hatten ein gemeinsames Kind. Ein weiteres Kind hatte Senra bereits, als sie ihn kennenlernte.

Das geschah laut Anklage im Wald

Laut Anklage traf Asen V. seine Ex-Freundin am 23. Januar an einer Haltestelle. Die Staatsanwältin: „Von dort begaben sich die beiden in das Waldstück. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Angeklagte die Geschädigte mit einem Messer attackierte.“ Ein Stich traf Senra in den Hals, verletzte eine Arterie. Danach soll Asen V. sein Opfer noch gewürgt haben. Schließlich versagte Senras Herz, sie starb auf dem kalten Waldboden. Anschließend soll der Angeklagte ihren Leichnam ins Dickicht gezogen haben und verschwunden sein.

Einen Monat später entdeckte ein Waldarbeiter Senras Leiche im Unterholz neben einer Kleingartenanlage. Wegen der fortgeschrittenen Verwesung konnte die Identität zunächst nicht geklärt werden. Rechtsmediziner untersuchten die Tote, Kriminaltechniker suchten das Waldstück akribisch nach Spuren ab.

Erst ein DNA-Abgleich brachte Gewissheit: Bei der Toten handelte es sich um die vermisste Senra M. Daraufhin nahmen Polizisten Asen V. in seiner Wohnung in Marxloh fest.

Das Verbrechen hatte für Entsetzen im Ruhrgebiet gesorgt.

Angeklagter schweigt im Prozess

Asen V. verfolgte die Verlesung der Anklage schweigend. Er zeigte keine Regung. Seine Eltern verfolgten die Verhandlung, Angehörige oder Freunde des Opfers waren nicht erschienen. Die Verteidiger, Christian Grotenhöfer und Fatome Zerari, erklärten, ihr Mandant werde sich im Prozess zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Wegen Totschlags drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Die Richter wollen Anfang Februar ein Urteil sprechen.

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