San Siro (Italien) – Er wollte nur helfen und wird nun selbst vermisst: Ein britischer Tourist ist im Comer See in Not geraten und untergegangen. Derzeit läuft eine großangelegte Suchaktion nach dem 38-Jährigen. Der Mann war ins Wasser gesprungen, als der 15-jährige Sohn von Freunden in Schwierigkeiten geraten war. Während es dessen Vater gelang, seinen Jungen zu retten, verschwand der Freund der Familie.
Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, hatte der Verunglückte am Montag gemeinsam mit Freunden ein Boot gemietet. Bei der Rettungsaktion nahm ein vorbeifahrendes Boot den Vater und seinen Sohn auf; der Tourist wird jedoch seitdem vermisst.
Die Mutter des 15-Jährigen und sein kleiner Bruder (10) wurden den Berichten zufolge von der Polizei an Land gebracht.
Comer See an der Unglücksstelle bis zu 200 Meter tief
Die Suche nach dem Vermissten dauert derweil an. Unter der Leitung der Küstenwache suchen Feuerwehrhubschrauber und Spezialtaucher den See ab. Die Suche gestaltet sich jedoch als schwierig. An der Unglücksstelle ist der See zwischen 150 und 200 Meter tief, weshalb auch spezielle Unterwasserroboter zum Einsatz kommen.
Zu einem ganz ähnlichen Unglück kam es im Sommer 2024 ebenfalls am Comer See: Ein deutscher Tourist sprang dort seinem Sohn zur Hilfe und geriet dann selbst in Not. Die Leiche des 51-Jährigen wurde zwei Tage nach seinem Verschwinden in rund 200 Metern Tiefe gefunden.