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13 Messerstiche: Tötete er den Gerichtsvollzieher aus Angst vor Kälte?

13 Messerstiche: Tötete er den Gerichtsvollzieher aus Angst vor Kälte?
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Saarbrücken – Im Mordprozess um den getöteten Gerichtsvollzieher von Bexbach hat der Angeklagte erstmals selbst zur Tat Stellung genommen. „Aus Angst vor der Obdachlosigkeit griff ich nach einem Messer und stach zu“, behauptet Kai Uwe M. (42) jetzt vor dem Landgericht Saarbrücken.

Der 42-Jährige soll am 25. November 2025 den Gerichtsvollzieher Christoph J. (58) mit einem Jagdmesser getötet haben, als dieser eine Zwangsräumung vollstrecken wollte. Laut Anklage stach M. mindestens 13 Mal auf Kopf und Oberkörper seines Opfers ein.

Jetzt schildert der Angeklagte seine Version des tödlichen Morgens: Demnach klingelte der Gerichtsvollzieher gegen 8.25 Uhr an seiner Tür und erklärte, die Wohnung werde geräumt. „Zu diesem Zeitpunkt waren es nachts noch weit unter null Grad Celsius“, lässt der Angeklagte über seinen Verteidiger verlesen.

Besonders belastet habe ihn die Angst, auf der Straße leben zu müssen. Der Gerichtsvollzieher habe ihn gegen seinen Willen zurück in die Diele gedrängt. „Ich wollte das nicht“, erklärt der Angeklagte weiter. Dann sei alles eskaliert. „In meinem Kopf lief alles nur noch wie in einem Film ab.“ Er habe nach einem Messer gegriffen und zugestochen.

Der Angeklagte betont außerdem, weder das Jagdmesser noch eine in der Wohnung gefundene Armbrust seien extra für die Tat beschafft worden. Vom Räumungstermin habe er angeblich nichts gewusst. Sein Verteidiger stellt klar: Die Tat werde nicht bestritten. Juristisch sehe man aber keinen Mord, sondern Totschlag.

Die Staatsanwaltschaft sieht das völlig anders. Für sie handelte Kai Uwe M. heimtückisch, grausam und aus niedrigen Beweggründen. Das Opfer sei arg- und wehrlos gewesen. Trotzdem könnte der Angeklagte wegen einer psychischen Erkrankung vermindert schuldfähig gewesen sein. Zum Schluss wandte sich M. an die Hinterbliebenen: „Ich möchte mein tiefstes Mitgefühl den Angehörigen aussprechen. Es tut mir leid!“ Der Prozess wird am 29. Mai fortgesetzt.

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