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Illegale Produkte: EU verhängt 200-Millionen-Strafe gegen Temu

Illegale Produkte: EU verhängt 200-Millionen-Strafe gegen Temu
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Brüssel – Ladegeräte, Babyspielzeug, Haushaltswaren zu günstigen Preisen: Millionen Kunden bestellen bei Temu. Jetzt greift die EU-Kommission hart gegen den chinesischen Onlinehändler durch. Die Brüsseler Behörde verhängt eine Strafe von 200 Millionen Euro gegen Temu, weil auf der Plattform unsichere und gesundheitsgefährdende Produkte verkauft werden.

Der Vorwurf: Auf der Plattform würden unsichere und gesundheitsgefährdende Produkte verkauft. Temu hat in Berichten an die EU deutlich unterschätzt, wie viele illegale Produkte auf seiner Plattform angeboten werden.

Giftige Chemikalien in Babyspielzeug gefunden

Besonders brisant: Ermittler der EU-Kommission bestellten testweise Waren wie Ladegeräte und Babyspielzeug bei Temu. Ein sehr großer Anteil der Produkte fiel nach Angaben aus Brüssel durch grundlegende Sicherheitschecks. Bei Babyspielzeug seien häufig giftige Chemikalien entdeckt worden oder leicht verschluckbare Einzelteile. Gerade für Eltern ist das alarmierend.

Temu gehört zu den größten Onlineplattformen Europas. Nach Angaben der EU-Kommission hat das Unternehmen rund 130 Millionen Nutzer in der EU. Die Plattform muss deshalb regelmäßig Risikoberichte an Brüssel liefern. Genau dabei soll Temu versagt haben. Die EU wirft dem Unternehmen vor, Risiken unterschätzt und nicht ausreichend erklärt zu haben, wie Algorithmen gefährliche Produkte bewerben könnten.

Kritik an Rabatten und Produktqualität

Die Plattform lockt seit 2023 mit extrem niedrigen Preisen und hohen Rabatten. Kritiker bemängeln seit Langem Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen.

Temu muss nun bis Ende August darlegen, wie die Probleme behoben werden sollen. Sonst drohen zusätzliche tägliche Bußgelder. Gegen das Unternehmen laufen zudem weitere EU-Verfahren. Hintergrund ist auch die Paketflut aus China. 2024 kamen laut EU-Kommission täglich rund zwölf Millionen Pakete in der EU an. Die EU will deshalb künftig stärker gegen Billigimporte vorgehen.

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