Politica

Nicht nur in Spanien: Festnahme! Ösi-Polizei überwältigt Gaza-Segler

Nicht nur in Spanien: Festnahme! Ösi-Polizei überwältigt Gaza-Segler
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Den Empfang dürften sie sich anders vorgestellt haben.

Nachdem spanische Polizisten am Flughafen von Bilbao auf aggressive Gaza-Segler eingeprügelt hatten, gab es jetzt auch Ärger am Wiener Airport!

Rückkehrer und Sympathisanten zogen Parolen skandierend und Fahnen schwenkend durch das Terminal, forderten unter anderem einen Palästinenser-Staat „from the River to the Sea“. Gemeint ist das gesamte israelische Staatsgebiet zwischen Mittelmeer und Jordan. Kritiker verstehen die Parole als Forderung nach der Auslöschung des jüdischen Staates.

Als die Stimmung eskalierte, griffen rund 10 Polizisten ein. Ein renitenter Aktivist wurde festgenommen und musste von Beamten am Boden fixiert werden – zu sehen ist das auf Videos, die von den Anti-Israel-Aktivisten selbst verbreitet wurden.

Die österreichischen Polizisten werden auf den Aufnahmen mit Clown-Emojis verhöhnt. „Polizeigewalt!“, schrien die Sympathisanten während des Einsatzes und versuchten, den Beamten den Weg zu versperren.

Die Polizisten selbst verteidigten ihr Vorgehen. „Wir haben verhältnismäßige Gewalt angewendet“, sagt einer der Einsatzkräfte auf einem der veröffentlichten Videos.

In Israel hatten sich zuvor auch drei österreichische Staatsbürger in Gewahrsam befunden, nachdem sie versucht hatten, die Seeblockade vor Gaza zu durchbrechen – angeblich aus „humanitären Gründen“. Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger kritisierte den Umgang Israels mit den Aktivisten als „absolut inakzeptabel“. Die Sicherheit österreichischer Staatsbürger habe „oberste Priorität“.

Die Aktivisten werfen nun auch der österreichischen Polizei übertriebene Härte vor. In einem der Videos zieht eine Aktivistin sogar eine absurde Parallele, vergleicht das Verhalten der Beamten mit dem Nationalsozialismus.

Am Samstag waren am Flughafen von Bilbao zurückgekehrte Aktivisten der sogenannten „Gaza-Hilfsflotte“ von baskischen Polizisten niedergerungen, geschlagen und über den Boden gezogen worden. Vier Personen wurden festgenommen. Der Vorwurf: Widerstand gegen Beamte, schwerer Ungehorsam, Angriff auf Polizisten. Die Aktivisten hatten konfrontativ auf die Bitte der Beamten reagiert, den blockierten Eingang freizumachen – unter anderem für einen Kinderwagen.

Besonders brisant: Spaniens Regierung gehört seit Monaten zu den aggressivsten Kritikern Israels in Europa. Madrid wirft Israel im Gaza-Krieg immer wieder Verbrechen vor, fordert Sanktionen – und hatte zuletzt auch das Vorgehen gegen die Flottillen-Aktivisten scharf verurteilt. Spaniens Premier Pedro Sánchez (54, Sozialistische Arbeiterpartei) erklärte öffentlich: „Ich werde die Misshandlung unserer Bürger durch Israel nicht tolerieren.“

Jetzt dokumentierten Videos und Fotos aus Spanien selbst harte Polizeigewalt gegen genau jene Aktivisten. Israel reagierte prompt: Das Außenministerium verlangte von Madrid eine Erklärung für den Umgang mit den „Flottillen-Anarchisten“.

Kritiker thematisieren immer wieder die Verbindungen einzelner Flottillen-Unterstützer zu Hamas-nahen Strukturen sowie Organisationen der Muslimbruderschaft. Auch bei jüngeren Gaza-Flottillen, bei denen unter anderem Ex-Klimaaktivistin Greta Thunberg (23) mitsegelte, fielen Teilnehmer auf, die die islamistische Hamas relativierten, das Massaker vom 7. Oktober mit 1200 Toten verharmlosten oder mit radikalen Gruppen kooperierten.

Potresti esserti perso