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Protest legt Straße lahm: Empörung über Sperrung des Brenners am Wochenende

Protest legt Straße lahm: Empörung über Sperrung des Brenners am Wochenende
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München – Samstag sperren Österreicher die Brennerautobahn. Folge: Mega-Staus. Bayern schäumt schon vor Wut. In Berlin warnt sogar das Auswärtige Amt vor Reisen nach Österreich und Italien. Bürger der kleinen Brenner-Gemeinde Gries (1300 Einwohner) wollen von 11 bis 19 Uhr auf der Alpenroute in ihrem Tal demonstrieren – gegen die Verkehrsbelastung. Ihr Bürgermeister Karl Mühlsteiger (49, Unabhängige) hat den Protest organisiert.

Er klagt über die massive Verkehrsbelastung am Brenner: Die Bewohner des Wipptales, durch das die Autobahn A13 führt, litten unter Lärm, Feinstaub und häufigen Staus auf allen Straßen neben der Autobahn. Ein Gericht in Österreich erlaubte die Demonstration mit Blockade.

„Brennersperre ist pure Schikane“

Bayern ist sauer. Etwas Verständnis für die Leiden der Anwohner ist zwar durchaus vorhanden. So sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (62, CSU) zu BILD: „Die Verkehrsbelastung auf dem Brenner ist unbestritten hoch.“ Aber, fügt er an: „Den kompletten Verkehr zu sperren, hilft wirklich niemandem.“

CSU-Generalsekretär Martin Huber (48) geht noch härter mit den Österreichern ins Gericht. „Die Brennersperre ist pure Schikane“, sagt er zu BILD. „Mit solchen Extremaktionen schafft man nur Ärger, Unverständnis und Frust bei allen Beteiligten. Die Brennersperre trifft unzählige Familien auf dem Weg in den gemeinsamen Urlaub, sie ist Gift für die Logistikbranche und führt zu Totalchaos auf den Ausweichstraßen.“

„So geht man mit Nachbarn einfach nicht um“

Tatsächlich: Der ADAC erwartet großräumige Behinderungen am gesamten Wochenende. Staus und Wartezeiten könnten sich auf andere Autobahnen nach Österreich auswirken. Auch der Übergang Walserberg bei Salzburg könnte betroffen sein.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat mittlerweile sogar einen offiziellen Hinweis herausgegeben: „Reisenden wird dringend empfohlen, Tirol am 30. Mai weiträumig zu umfahren.“ Aus Italien kam ebenso harscher Protest gegen die Blockade-Aktion („Catastrofe totale“) – vergeblich.

Bayerns Verkehrsminister Bernreiter hält Österreich und dessen Bundesland Tirol vor: „Das Recht auf Demonstrationen ist zu schützen, aber ich bin mir sicher, dass wir in gemeinsamen Gesprächen mehr erreichen als durch solche Extremmaßnahmen. So geht man mit Nachbarn einfach nicht um.“

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