Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) – Die Sonne geht langsam auf, Vögel zwitschern, plötzlich erschüttert lautes Knallen das Wohngebiet im Ruhrgebiet. Dann dröhnen laute Rufe „Polizei, Polizei, Polizei, das ist eine Maßnahme der Polizei!“ aus einem Lautsprecher. Gerade hat ein Spezialeinsatzkommando die Tür in dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Beckhausen aufgesprengt und holt ein mutmaßliches Mitglied eines Drogen- und Waffenhändler-Rings aus dem Bett.
Bei der großangelegten Razzia werden insgesamt neun Gebäude gestürmt, viele davon mit SEK. Die Elitepolizisten müssen eingesetzt werden, weil die Tatverdächtigen vermutlich bewaffnet sind. Schussbereite Waffen könnten auch neben dem Bett liegen.
Bezug zu den Hells Angels
Hintergrund der Razzia sind monatelange Ermittlungen der Polizei Gelsenkirchen im Ruhrgebiet gegen eine Tätergruppe aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität. Nach BILD-Informationen sollen mehrere der Männer auch Bezüge zu den Hells Angels haben, auch selbst Rocker sein.
Von den acht Tatverdächtigen stammen sieben aus der Türkei, ein Beschuldigter ist Deutscher. Bei der Razzia geht es heute darum, Beweismittel sicherzustellen. Die Männer sollen im großen Stil mit verschiedenen Betäubungsmitteln und auch scharfen Schusswaffen gehandelt haben.
Aktuell suchen Kripobeamte und Spürhunde der Polizei jetzt in den Gebäuden nach Drogen und Waffen. Nach BILD-Informationen sind insgesamt über 250 Beamte im Einsatz, darunter mehrere Spezialeinsatzkommandos.