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USA prüfen nukleare Präsenz in Europa – mehr Atomwaffen für Europa?

USA prüfen nukleare Präsenz in Europa – mehr Atomwaffen für Europa?
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Washington – Die USA prüfen eine mögliche Ausweitung ihrer nuklearen Präsenz in Europa. Wie die „Financial Times“ unter Berufung auf mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, wird innerhalb der Nato darüber gesprochen, weitere europäische Bündnisstaaten in das System der nuklearen Teilhabe einzubeziehen.

Amerikanische Vertreter zeigten sich demnach offen, künftig zusätzliche Länder als Standorte für atomwaffenfähige Kampfjets (sogenannte Dual-Capable Aircraft) zuzulassen. Das sind Kampfflugzeuge, die sowohl normale Waffen als auch US-Atomwaffen einsetzen können. Ob es wirklich zu Veränderungen kommt, ist offen. Mehrere Quellen betonten laut der „Financial Times“, dass bislang keine Entscheidung gefallen sei. Aus Sicht der US-Regierung soll die Debatte vor allem ein politisches Signal senden: Die amerikanische nukleare Schutzgarantie bleibe bestehen – selbst wenn europäische Verbündete künftig mehr Verantwortung für die konventionelle Verteidigung übernehmen müssten.

Polen und Balten zeigen großes Interesse

Vor allem Nato-Staaten an der Ostflanke drängen laut Bericht auf eine Beteiligung. Mehrere Quellen nannten laut der „Financial Times“ ausdrücklich Polen und die baltischen Staaten als mögliche Kandidaten. „Die Verbündeten, die Russland am nächsten sind, haben das größte Interesse gezeigt“, zitierte die „Financial Times“ eine mit den Gesprächen vertraute Person.

Nato fürchtet Abschreckungslücke

Die Diskussionen fallen in eine Phase wachsender Unsicherheit im Bündnis. Mehrere europäische Regierungen beobachten mit Sorge, dass die USA Teile ihrer militärischen Ressourcen stärker auf den Indopazifik und andere Weltregionen ausrichten. Die europäischen Regierungen sorgen sich: Ziehen die USA weitere Truppen ab, könnte die Abschreckung gegenüber Russland schwächer werden.

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