Scottsbluff – Ein kurioser Zwischenfall beschäftigt derzeit die Polizei im US-Bundesstaat Nebraska: In der Kleinstadt Scottsbluff (rund 15.000 Einwohner) hat ein Hund offenbar versehentlich eine geladene Schrotflinte ausgelöst. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach am vergangenen Samstagmittag vor einer Tankstelle der Kette „Short Stop“. Nach Angaben verschiedener US-Medien befand sich der Hund, angeblich ein Labrador, auf der Rückbank eines Pick-ups mit Camper-Aufbau. Im Fahrzeug lag zudem eine geladene Schrotflinte. Eine folgenreiche Nachlässigkeit, wie sich herausstellen sollte.
Nach Angaben der Nachrichtenseite KNOP News 2 wurde die örtliche Polizei gegen 12.07 Uhr (Ortszeit) alarmiert. Zunächst war von einer Person die Rede, die mit einer Luftdruckwaffe beschossen worden sei. Auf dem Weg zum Einsatzort erhielten die Beamten die Information, dass bei dem Vorfall offenbar eine Schrotflinte abgefeuert wurde. Vor Ort traf die Polizei schließlich auf den Fahrer und den Beifahrer des Pick-ups, der auf dem Parkplatz abgestellt war.
Die Polizisten stellten anschließend Schäden an der Beifahrertür fest, die zu einem Schrotflintenschuss passten. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen befand sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe niemand im Fahrzeug – bis auf den Hund. Während der Beifahrer neben dem Pick-up stand, bewegte sich der Hund auf der Rückbank hin und her, betätigte dabei unbeabsichtigt den Abzug der Waffe.
Das droht dem Besitzer der Schrotflinte
Eine Frau, die in der Nähe mit geöffnetem Fenster an einer Ampel wartete, wurde von Schrotkugeln am rechten Oberarm getroffen. Nach Angaben der Polizei waren ihre Verletzungen glücklicherweise nicht lebensgefährlich. Dennoch kam die Frau zur Behandlung in ein Krankenhaus. Welche Konsequenzen den Insassen des Pick-ups drohen, ist bislang unklar. Fakt ist: Nach dem Recht des Bundesstaates Nebraska ist es verboten, eine geladene Schrotflinte in einem Fahrzeug auf öffentlichen Straßen zu transportieren. Verstöße werden mit mindestens 50 Dollar Strafe geahndet. Die Ermittlungen dauern an.