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DAK schlägt Alarm! Schon wieder drohen höhere Beiträge

DAK schlägt Alarm! Schon wieder drohen höhere Beiträge
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Berlin – Die Finanzlage der gesetzlichen Pflegekassen spitzt sich dramatisch zu. Trotz milliardenschwerer Staatshilfen rechnen die Kassen 2026 mit einem Defizit von rund einer Milliarde Euro, warnte GKV-Chef Oliver Blatt (58). Jetzt zeigt sich: Das Milliardendefizit könnte finanzielle Folgen für die Versicherten haben. DAK-Chef Andreas Storm sagt in BILD: „Angesichts des Milliardendefizits ist auch eine Beitragserhöhung von bis zu 0,2 Prozentpunkten in der zweiten Jahreshälfte zu befürchten.“

Heißt für gesetzlich Versicherte: weniger Netto vom Brutto. Aktuell liegt der reguläre Pflegebeitrag bei 3,6 Prozent des Bruttolohns (Kinderlose zahlen mehr). Steigt der Satz auf 3,8 Prozent, würde das Beschäftigte zusätzlich belasten. Bei 3500 Euro Monatsbrutto wären das rund 42 Euro weniger netto im Jahr, bei 4000 Euro knapp 50 Euro.

Storm kritisiert: „Die gesetzliche Pflegeversicherung ist ein Notfallpatient, der schnelle Rettungsmaßnahmen benötigt. Passiert nichts, brauchen mehrere Pflegekassen Finanzhilfen, um die Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden.“

Bund soll Corona-Ausgaben zurückzahlen

Der DAK-Chef fordert deshalb, dass der Bund Corona-Ausgaben der Pflegekassen zurückzahlt. Die Kassen seien während der Pandemie mit Milliarden-Ausgaben in Vorleistung gegangen. Zudem müsse die geplante Pflegereform „nach der Sommerpause neu aufgesetzt werden“. Die bisher bekannten Pläne würden „die Pflegekrise nicht lösen, sondern weiter verschärfen“.

Heimbewohner sollen laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) noch mehr aus eigener Tasche bezahlen, bevor die Pflegeversicherung stärker unterstützt. Auch soll die Einstufung zur Pflegebedürftigkeit strenger werden. Bislang wurden diese Pläne vom Gesundheitsministerium von Ministerin Nina Warken (47) nicht bestätigt.

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