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Hammer bei den French Open: Nobody schmeißt Topstar raus

Hammer bei den French Open: Nobody schmeißt Topstar raus
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Die French Open haben ihre erste dicke Überraschung! Daniil Medvedev (30), die Nummer 8 der Welt, ist raus. Er ist der zweite Top-10-Spieler nach Taylor Fritz (28/USA), der schon zum Auftakt die Segel streichen muss. Der Russe verliert gegen den unbekannten Australier Adam Walton (27), die Nummer 97 der Welt, 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6. Damit geht seine schwarze Serie bei Grand-Slam-Turnieren weiter. Im vergangenen Jahr gewann er nur bei den Australian Open eine Runde, sonst flog der US-Open-Sieger von 2021 immer gleich im ersten Match raus. Dieses Jahr in Melbourne war auch schon im Achtelfinale Schluss, nun wieder in Runde 1.

Medvedev: Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Er hat phasenweise gut gespielt, phasenweise nicht ganz so gut. Es gelang mir zwar, das Match an mich zu reißen, wenn er gerade nicht so gut spielte. Das war’s aber. Es gelang mir nicht, mein Niveau ausreichend zu steigern, um das Match zu gewinnen.“

Glück im Unglück: Da er auch vor einem Jahr sofort rausflog, verliert er in der Weltrangliste keine Punkte. Aber das wird ihn nur wenig trösten. Vielmehr wird er sich fragen, wie dieses verrückte Match verloren gehen kann. Zwei Sätze verliert er klar, zwei andere gewinnt er ebenso deutlich. Dabei ist er der klare Favorit. Bis zum 4:2 sieht der frühere Weltranglistenerste auch wie der spätere Sieger aus, ehe dann aber alles schiefgeht.

Walton kämpft sich bei tropischen Temperaturen auf dem zweitgrößten Platz, dem Court Suzanne Lenglen, heran und schafft tatsächlich die Wende. In der 2. Runde am Donnerstag trifft er nun auf den Amerikaner Zachary Svajda (23), die Nummer 85 der Welt.

Dass er bei den Majors nichts mehr ausrichten kann, glaubt Medvedev nicht. „Ich glaube tatsächlich, dass ich bei Grand Slams im Allgemeinen immer noch gut abschneide. Das heißt: Ja, ich kann verlieren, selbst jetzt schon in der ersten Runde; aber ich glaube nicht, dass ich die Fähigkeit verloren habe, bei Grand Slams Leistung abzurufen. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Form jederzeit zurückkehren kann, zum Beispiel in Wimbledon.“

Aber warum klappt es dann bei den Grand Slams für ihn nicht mehr? „Wenn wir über alle vier Grand Slams sprechen, glaube ich, dass sich das Spiel im Vergleich zu vor fünf Jahren verändert hat, und ich habe nicht das Gefühl, dass mir diese Entwicklung besonders entgegenkommt. Daher fällt es mir sehr schwer, meinen Rhythmus zu finden.“

Wer ist dieser Walton?

Er stammt aus Home Hill im Bundesstaat Queensland und ist ein Spätstarter. Mit 18 Jahren ging er in die USA und spielte fünf Jahre College-Tennis an der University of Tennessee. Er studierte Management und Personalwesen, hat somit ein zweites Standbein. Erst vor einem Jahr erreichte er mit Position 74 seine beste Platzierung. Ein Finale hat er auf der ATP-Tour noch nicht erreicht, ebenso wenig wie die 3. Runde eines Grand Slams. Diese Chance ist nun sehr groß.

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