Politica

Ukraine: Drohne trifft Kriegsschiff von Putins Ostsee-Flotte in St. Petersburg

Ukraine: Drohne trifft Kriegsschiff von Putins Ostsee-Flotte in St. Petersburg
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

St. Petersburg – Nächste Demütigung für Putin! Beim Angriff auf St. Petersburg geriet am frühen Morgen nicht nur das Ölterminal am Ostseehafen ins Visier, sondern auch die baltische Flotte in Kronstadt, einer Insel vor der russischen Metropole. Dabei wurde nach ukrainischen Angaben auch die russische Korvette „Boiky“ getroffen – ein Kriegsschiff, das immer wieder Tanker der russischen Schattenflotte auch durch die Nord- und Ostsee geleitete.

Der Kommandeur der ukrainischen Drohneneinheiten, Robert Brovdi (50), erklärte auf Telegram, am Morgen hätten ukrainische „Vögel“ die Korvette „gejagt und in Brand gesetzt“. Das Schiff lag demnach seit Februar in Kronstadt im Trockendock, weil es repariert werden sollte. Ein in den sozialen Medien verbreitetes Video von der Drohnenkamera soll den Angriff zeigen.

Die „Boiky“ sei „frisch, zuvor unbeschädigt, 2011 vom Stapel gelaufen und seit 2013 im Dienst“, schrieb Brovdi über das Kriegsschiff, das eine „bezaubernde Geschichte von Reisen und Abenteuern entlang der Nato-Grenzen“ habe. Brovdi ironisch: „Ein echtes Arbeitstier“.

Tatsächlich eskortierte die „Boiky“ nach Informationen des Investigativportals „The Insider“ zuletzt 2025 den russischen Tanker „General Skobelew“ und das Frachtschiff „Sparta“ zunächst durch die Ostsee, dann in die Nordsee und durch den Ärmelkanal. Beide gehören zur sogenannten Schattenflotte, mit der Russland westliche Sanktionen zu umgehen versucht – vor allem beim Export von Öl. Ihr Ziel seien zwei ägyptische Häfen gewesen.

Kreml bestätigt getroffene Infrastruktur

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sprach von Drohnenschlägen auf militärische Ziele am Stützpunkt Kronstadt, ging allerdings nicht ins Detail, was zerstört oder beschädigt wurde. Russland räumte ein, es seien „Infrastrukturobjekte“ in drei Bezirken der Stadt getroffen worden. Insgesamt habe die Flugabwehr in der Nacht 354 ukrainische Drohnen abgeschossen.

Auf Videos von Anwohnern sind eine Explosion und eine riesige Rauchwolke über dem Ölterminal im Hafen der Stadt zu sehen. Für Kremlchef Wladimir Putin (73) ist der Angriff blamabel – denn er zeigt die Verwundbarkeit der eigenen Industrie ausgerechnet am ersten Tag des Internationalen Wirtschaftsforums, das als „russisches Davos“ inszeniert wird. Für das Forum sind rund 20.000 Gäste aus mehr als 100 Ländern nach St. Petersburg gekommen – darunter Saudi Arabien, China, Tansania und Usbekistan.

Potresti esserti perso