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Bafög und Studium: Dorothee Bär sieht keine Chance mehr für eine Erhöhung

Bafög und Studium: Dorothee Bär sieht keine Chance mehr für eine Erhöhung
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Berlin – Bafög soll jungen Menschen mit finanziellen Problemen das Studium ermöglichen, ein Teil muss später zurückgezahlt werden. Eine Reform dieser staatlichen Unterstützung, die sich die Koalition vorgenommen hatte, steht jetzt vor dem Aus. Die zuständige Ministerin fordert stattdessen mehr eigenes Engagement von Studenten während des Studiums.

„Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden, dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht“, sagte Forschungsministerin Dorothee Bär (48, CSU) der Funke Mediengruppe. Damit steht die nächste im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform vor dem Aus.

Eigentlich sollten Studenten ab dem Wintersemester 2026/2027 mehr Geld erhalten – unter anderem über die Erhöhung der Wohnpauschale von 380 auf 440 Euro und den Grundbedarf, der ans Bürgergeld-Niveau heranrücken sollte. Bär beschreibt die Situation für Studenten in Deutschland allerdings bereits jetzt als sehr privilegiert. „Es gibt keine Studiengebühren, und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen überhaupt erst ein Studium“, sagte sie.

„Kein Drama“, wenn Studenten nebenbei jobben

Bär selbst profitierte während ihres Politikstudiums von einem Stipendium der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung, jobbte aber auch selbst nebenbei. Für sie ist das absehbare Aus der Bafög-Anhebung eine Folge politischer Prioritäten. Und es sei auch „kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und den Beruf“, so die Ministerin. „Es wird kein Vollkaskostudium geben, jeder muss seinen Teil dazu beitragen.“

Immerhin: Künftig werden Studenten auf dem Bafög-Portal von Künstlicher Intelligenz unterstützt, sie wird mit dem bestehenden Rechner verbunden. Das Portal kann dann „unverbindlich und anonym eine Auskunft über einen möglichen Bafög-Anspruch geben“, sagte Bär.

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