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Jetzt kommt der Sommer-Monsun: Was er mit Deutschland macht

Jetzt kommt der Sommer-Monsun: Was er mit Deutschland macht
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Offenbach – Das Wochenende hat es in sich. Denn jetzt kommt der Sommer-Monsun. Starkregen, Hagel, und keiner weiß, wo die Wassermassen aus der Wolkendecke brechen. Aber: Es gibt eine Region, die sich weiterhin in Urlaubswetter sonnen kann.

Wetterexperte Dr. Karsten Brandt spricht von einer krassen Wetterlage: „Früher hätte man von einem europäischen Sommer-Monsun gesprochen. Das war bei solchen Wetterlagen ein fester Begriff bei Wettervorhersagen.“ Vor allem der Starkregen steche heraus, so Brandt zu BILD.

Wo es Gewitter gibt

Bereits am Freitagabend ging es mit Unwettern los. Und vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands steigt die Unwettergefahr am Wochenende weiter. So warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Samstag vom südlichen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen sowie später bis nach Nord- und Zentral-Bayern vor örtlichen Gewittern mit Starkregen. Am Sonntag wird die Lage noch brisanter.

Die Grenze zwischen den Wettergebieten verläuft knapp nördlich von Hannover, Magdeburg und Dresden. Südlich davon werden die Wolken dichter, Gewitter sind fast überall möglich. Nur, wo genau, kann keiner sagen. Karsten Brandt sagt zu BILD: „Wo die Gewitter krachen, bleibt eine Überraschung. Es wird auch viele Regionen geben, die verschont bleiben.“

Hier bleibt das Wetter freundlich

Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt aber: „Es wird vollgelaufene Keller geben.“ Und weiter: „Weil die Gewitter sehr langsam über Land ziehen, können örtlich 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter herunterkommen.“

Doch der Mai verabschiedet sich nicht überall mit einem Rumms. An Nordsee und Ostsee herrscht auch am Samstag und Sonntag überwiegend Urlaubswetter. Die Wetterkarten zeigen sogar einen überwiegend wolkenlosen Himmel.

Wasserknappheit: Rhein-Pegel sinkt bereits

Ein Ende der wechselhaften Wetterlage ist nicht in Sicht. Sowohl Brandt als auch Jung erwarten auch in den kommenden beiden Wochen immer wieder Schauer und Gewitter. Brandt sieht darin auch einen positiven Effekt: „Das ist gut so. Ich war schockiert, wie groß das Regendefizit in 2026 bislang ist. Uns fehlt Wasser!“ Der Wetterexperte sieht erste Warnzeichen. „Das sieht man schon jetzt am Rhein, wo erste Kiesbänke hervortreten, weil der Wasserpegel sinkt.“ Sogar der Bodensee trocknet aus.

Jung erwartet zugleich eine Abkühlung auf Normaltemperatur. „Auch in den kommenden beiden Wochen wird es immer wieder Unwetter geben. Die Temperaturen sinken auf 15 bis 23 Grad, das ist dann wieder im grünen Bereich für diese Zeit.“

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